DR. GABRIELE GREVE PSYCHOLOGISCHE PRAXIS LEHRPRAXIS
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Qualitätsziele und Qualitätspolitik

Leitbild und Qualitätspolitik dieser Praxis zielen auf die Gewährleistung einer zeitgemäßen, wirksamen und wirtschaftlichen psychotherapeutischen Versorgung. Ich bin zu einer kontinuierlichen Sicherung und Verbesserung des psychotherapeutischen Versorgungsangebotes verpflichtet.

Dabei haben Wertschätzung und Achtung der Patienten oberste Priorität. Alle Maßnahmen der Qualitätssicherung zielen letztlich darauf, diese Haltung im Praxisalltag und der therapeutischen Arbeit umzusetzen und eine systematische Patientenorientierung zu gewährleisten. Als Patienten sollen Sie sich darin unterstützt fühlen, ihr körperlich-seelisches Gleichgewicht wieder herzustellen und eine bestmögliche Lebensqualität und Lebenszufriedenheit anzustreben.

Zur Qualitätssicherung ist in dieser Praxis ein internes Qualitätsmanagement nach den Vorgaben der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen eingeführt worden. Das Qualitätsmanagement wird fortlaufend optimiert. Die Weiterentwicklung der Psychotherapie, neue Leitlinien für die Behandlungen etc. werden dabei einbezogen. Über Anregungen und Rückmeldungen von Patientenseite freue ich mich.

Leistungsspektrum

Angebote innerhalb des Systems der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und der Privaten Krankenkassen (PKV): Ich bin berechtigt, sowohl Verhaltenstherapie als auch Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie zu Lasten von GKV und PKV abzurechnen.

Verhaltenstherapie bei Erwachsenen kann als Einzel- oder Gruppenbehandlung durchgeführt werden. Im Rahmen der Verhaltenstherapie können aufgrund von Zusatzausbildungen Traumatherapie, Schematherapie und EMDR eingesetzt werden. Verhaltenstherapie bei Kinder- und Jugendlichen kann als Einzeltherapie mit Einbeziehung von Bezugspersonen durchgeführt werden. In der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie besteht eine Spezialisierung für das Verfahren "Katathym Imaginative Psychotherapie", eine Tagtraumtechnik.

Behandelt werden Krankheitsbilder aus dem Indikationskatalog von GKV und PKV: Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, somatoforme und dissoziative Störungen, Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen, Essstörungen, nichtorganische Schlafstörungen, sexuelle Funktionsstörungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in Kindheit und Jugend.

Wenn lerntheoretische oder psychodynamische Faktoren einen wesentlichen Anteil haben, können auch - mit Einschränkungen - Abhängigkeitserkrankungen sowie seelische Behinderungen als Folge früher seelischer oder körperlicher Belastungen, schwerer chronische Krankheitsverläufe und psychotischer Erkrankungen behandelt werden.

Eine Spezialisierung auf besondere Krankheitsbilder besteht nicht. Bestimmte Krankheitsbilder werden jedoch aus therapeutischen Gründen erst nach vorausgegangenen stationären Aufenthalten behandelt, z. B. Alkoholismus, Medikamentenabhängigkeit, akute Magersucht oder Bulimie.

Angebote außerhalb des Systems der Krankenkassen (IGEL): Integrierte Gesundheits-Leistungen (IGEL) sind Leistungen, für die kein Anspruch auf Finanzierung durch GKV oder PKV besteht. Sie können jedoch nach entsprechender Ausbildung von den Praxen zusätzlich angeboten werden und sind von den Teilnehmern privat zu finanzieren. In dieser Praxis bieten wir an: Gesprächspsychotherapie, Selbsterfahrung und Supervision.

Therapieformen

Verhaltenstherapie Verhaltenstherapie ist neben Psychoanalyse und Tiefenpsychologie eines der drei Therapieverfahren, die von den Krankenkassen finanziert werden. Basis der Vielzahl von Interventionsmethoden in der Verhaltenstherapie ist die Lerntheorie, d. h., die Annahme, dass Verhalten gelernt ist und daher auch wieder verlernt bzw. umgelernt werden kann. Während in den Anfängen der Theorieentwicklung das beobachtbare Verhalten im Mittelpunkt stand (Behaviorismus), wurde mit der sog. kognitiven Wende der Einfluss von Gedanken (Kognitionen) auf Verhalten, Gefühle und Köperreaktionen wichtig. Beide Ansätze zielen auf direkte Veränderungen, indem neue Verhaltensweisen erprobt, Kognitionen umstrukturiert oder Bewertungen verändert werden. Neuere Ansätze fokussieren darüber hinaus auf strukturelle Veränderungen, bei denen die Selbstaufmerksamkeit auf einen achtsamen Umgang mit sich, auf die Beziehungsgestaltung und auf Sinnfragen, also den Lebenskontext, gerichtet wird.

Parallel zu diesen theoretischen Weiterentwicklungen haben Verhaltenstherapeuten eine Vielzahl neuer Methoden entwickelt, mit denen immer effektiver behandelt werden kann. Da nach wie vor die Lerntheorie die Grundlage der Verhaltenstherapie ist, können unterschiedliche Methoden wie kognitive Umstrukturierung, Rollenspiele, Entspannung, Imagination etc. gut in einen übergeordneten Behandlungsplan integriert werden. Gemeinsam erstellen Patienten und Therapeutin zunächst die Verhaltensanalyse, in der Auslösesituationen, Organismusvariablen, typische Reaktionen darauf und sich daraus ergebende Konsequenzen gesucht werden, die das Problemverhalten verstärken. Gefragt wird auch nach speziellen Defiziten und ebenso nach besonderen Fähigkeiten (Ressourcen). Die Verhaltensanalyse wird ergänzt durch eine Bedingungsanalyse, in der die Entwicklung des individuellen Problems auf der Basis psychologischen Wissens erklärt werden soll. Aus Verhaltens- und Bedingungsanalyse werden dann Therapieziele und Behandlungsplan abgeleitet. In der Verhaltenstherapie ist die aktive Mitarbeit der Patienten besonders wichtig, also das Erproben neuen Denkens und Handelns. Diese Schritte erfordern Mut, Ausdauer, die Bereitschaft zur Veränderung. Eine gute und vertrauensvolle Beziehung zwischen Patienten und Therapeuten ist die Voraussetzung erfolgreicher Veränderung. Weitere Informationen finden Sie unter: www.verhaltenstherapie.de

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie / KIP Tiefenpsychologisch fundierte Therapie wird in dieser Praxis mit dem Schwerpunkt Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP) angeboten. KIP, früher als Katathymes Bilderleben (KB) bezeichnet, ist ein schwerpunktmäßig mit Imaginationen (Phantasien, Bildern) arbeitendes Therapieverfahren, das 1954 von Hanscarl Leuner eingeführt und seitdem vielfach weiterentwickelt wurde.

Die Grundidee der KIP geht auf das psychodynamische Konzept von Psychoanalyse und Tiefenpsychologie zurück: auf die Annahme des Zusammenspiels von unbewussten Konflikten, Trieben und Affekten, Abwehrmechanismen, Übertragung und Gegenübertragung. Dieses psychodynamische Konzept wurde erweitert um die Arbeit mit der Imagination in Form von sog. "Tagträumen". Im Gegensatz zu Nachtträumen lassen sich Tagträume beeinflussen. In der KIP wird diese Fähigkeit, sein eigenes "Drehbuch" zu schreiben, genutzt. Ergänzend zum Therapiegespräch werden den Patienten von der Therapeutin zum Einstieg in den Tagtraum bildhafte Motive vorgeschlagen. Der/die Patient/in greift diese Motive auf - manchmal entstehen in der Entspannung spontan auch ganz andere Bilder. Gemeinsam entwickeln Therapeutin und Patient/in aus dem Einstiegsbild einen Tagtraum. Im Tagtraum verdichten sich, ähnlich wie im Nachttraum, aktuelle und alte Erlebnisse und Erfahrungen. Vieles stellt sich symbolisch dar und kann dann gemeinsam "entschlüsselt" werden - muss aber nicht. KIP wirkt auch, wenn "nur" auf der symbolischen Ebene gearbeitet wird. Von den Tagträumen gibt es oft einen Transfer in den Alltag - etwas, das man sich dort vielleicht getraut hat, kann man auch zuhause umsetzen. Die eigene Beschäftigung mit den Tagträumen, z. B. das Malen und / oder Aufschreiben, vertieft diese Effekte. Es ist immer wieder eindrucksvoll, im Laufe und am Ende einer Therapie an den Bildern den Prozess zu begleiten und nachzuvollziehen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.agkb.de